Berichte Tischtennis

Überragendes 6 Punkte Wochenende für TSV Unsernherrn

Letztes Wochenende hatte die 1. Herrenmannschaft mit drei richtungsweisenden Spielen im Kampf um den dritten Tabellenplatz ein wahres Mammutprogramm vor sich. Den Anfang machten hierbei die Auswärtspartien in Dachau und Thalkirchen, wobei man zunächst um 15:00 Uhr beim TSV Dachau gastierte.
Die Vorentscheidung fiel in dieser Partie praktisch schon vor regulärem Spielbeginn, da die Gastgeber wie schon im Hinspiel stark ersatzgeschwächt mit drei Ersatzspielern antraten. Entsprechend überlegen gestalteten die Unsernherrner die Eingangsdoppel. Dabei überzeugte vor allem das mit Johannes Stahr und Philipp Kolbus neu formierte Zweierdoppel, das gegen das Dachauer Spitzendoppel Kramer/Altinger überraschend klar mit 3:0 die Oberhand behielt. Auch die anderen beiden Doppel gingen in Form eines 3:0 Erfolgs von Vaverka/Vaverka und eines 3:2 Sieges von Schart/Jelinek an die Gäste.
Daraufhin stellte Peter Vaverka Senior seine starke Form einmal mehr unter Beweis und siegte gegen Kramer nach starker Leistung mit 3:0. Eine etwas ärgerliche Niederlage musste derweil Spitzenspieler Peter Vaverka Junior gegen den völlig entfesselt spielenden Wengenmayr hinnehme, nachdem er im dritten Satz eine 9:3 Führung noch aus der Hand gab. Doch die darauf folgenden Erfolge von Johannes Stahr (3:1), Vladimir Jelinek (3:0) und Philipp Kolbus (3:0) sorgten schnell für klare Verhältnisse. Lediglich Sebastian Schart konnte nicht seine Bestleistung abrufen und unterlag nach gewonnenem ersten Satz mit 1:3. Somit ging es mit einem beruhigenden 7:2 Polster in die zweite Einzelrunde.
Diese startete mit der Partie Vaverka-Kramer, bei der Peter dank deutlicher Leistungssteigerung einen letztlich ungefährdeten 3:1 Erfolg feiern konnte. Den Schlusspunkt setzte Peter Vaverka Senior, der gegen Wengenmayr auch nach einem 0:2 Rückstand nicht die Nerven verlor und nach überragender kämpferischer Leistung in einem spektakulären Spiel noch mit 3:2 triumphierte. Deshalb zählte der zuvor beendete 3:0 Erfolg von Johannes Stahr gegen Altinger nicht mehr und das Spiel endete mit 9:2.
Somit trat das Team um Kapitän Johannes Stahr voller Vorfreude die Fahrt nach Thalkirchen an, wo man zunächst als Zuschauer das spannende 8:8 gegen Dillingen verfolgte. Die daraus resultierende Verzögerung des Spielbeginns lenkte die Mannschaft jedoch keineswegs ab und man ging hochkonzentriert in die Partie.
Dabei starteten die Unsernherrner wie erwartet durch einen 3:1 Erfolg des immer noch ungeschlagenen Spitzendoppels Vaverka/Vaverka gegen Ayoub/Stauber. Am Nebentisch entwickelte sich derweil ein echter Schlagabtausch, den Johannes Stahr und Philipp Kolbus trotz starker Vorstellung knapp mit 2:3 gegen das Spitzendoppel Deng/Höser verloren. Für einen erneuten Vorsprung sorgten daraufhin jedoch Vladimir Jelinek und Sebastian Schart, die gegen unangenehm zu bespielende Gegner einen wichtigen 3:1 Sieg landen konnten.
Dass die abstiegsbedrohten Thalkirchner jedoch nach dem Achtungserfolg gegen Dillingen mit großem Selbstvertrauen ins Spiel gingen zeigte sich im ersten Einzel des Tages. Peter Vaverka Senior zeigte gegen Höser zwar eine solide Leistung, unterlag dem Thalkirchner Frontmann, dem sowohl mit der Rückhand als auch mit der Vorhand nahezu alles gelang, mit 1:3. Gleichzeitig ließ Peter Vaverka Junior Abwehrspieler Ayoub gar nicht ins Spiel kommen und siegte sicher mit 3:0. In der Mitte kam es nun zu einer Punkteteilung. Johannes Stahr zeigte sein bisher bestes Rückrundenspiel und besiegte (wie schon eine Woche zuvor) den sehr talentierten Nick Deng nach teilweise grandioser Vorstellung mit 3:1. Währenddessen konnte Vladimir Jelinek gegen den stark aufgelegten Hoffman eine 2:1 Führung trotz teils hohen Vorsprungs nicht über die Ziellinie retten und unterlag hauchdünn mit 2:3.
Im hinteren Paarkreuz fehlte dem gut aufgelegten Philipp Kolbus, der für den beruflich verhinderten Bernd Müller ins Team rutschte, bei seinem zweiten Landesligaspiel gegen Stauber nicht viel zum Sieg, lediglich die fehlende Kaltschnäuzigkeit in den entscheidenden Situationen verhinderte einen Erfolg des Spitzenspielers der zweiten Mannschaft. Zur selben Zeit hatte Sebastian Schart in den ersten beiden Sätzen schwer mit den Anti- bzw. Noppenbelägen seines Gegners zu kämpfen, was sich in einem 0:2 Rückstand wiederspiegelte. Doch Sebastian steckte nicht auf und entschied die schon verloren geglaubte Partie dank ungeahnter Comebackqualitäten noch mit 3:2 für sich. Deswegen ging es mit einer psychologisch wertvollen 5:4 in die zweite Runde.
Und hier legten die Unsernherrner los wie die Feuerwehr und bauten ihren Vorsprung durch das erneut überragende vordere Paarkreuz aus. Peter Vaverka Junior war im Vergleich zum Spiel gegen Dachau nicht wiederzuerkennen, spielte eine clevere Mischung aus sicheren Abwehrbällen und aggressiven Gegenangriffen und siegte mit 3:1. Peter Vaverka Senior hatte wie gewohnt überhaupt gar kein Problem mit dem Material seines Gegners und siegte glasklar mit 3:0.
Weil  Johannes Stahr nur eine durchschnittliche Leistung gegen Hoffmann zeigte und zwar aufgrund des hohen Vorsprungs im vierten Satz etwas ärgerlich aber verdient mit 1:3 unterlag und Vladimir Jelinek ausgestattet mit seiner brachialen Rückhand 3:1 triumphierte, fehlte den Ingolstädtern nur noch ein Einzelerfolg zum Spielgewinn. Doch wer dachte, dass das Spiel schon gelaufen sei täuschte sich, denn die Gastgeber witterten noch ihre Chance und kamen tatsächlich durch zwei ungefährdete 3:0 Erfolge im hinteren Paarkreuz bis ins Schlussdoppel.
Das die Doppel jedoch einer der Hauptgründe für den Höhenflug des TSV Unsernherrn sind zeigte sich in den folgenden Minuten. Die Thalkirchner versuchten zwar alles in ihrer Macht stehende um doch noch einen Punkt mitzunehmen, doch gegen das in der Liga alles überragende Vater-Sohn Doppel Vaverka/Vaverka war abermals kein Kraut gewachsen. Vor allem Peter Vaverka Junior spielte einen Wahnsinnsball nach dem anderen und brachte die Gegner schier zur Verzweiflung. Durch den 3:1 Doppelerfolg sicherten sich die Unsernherrner den knappen 9:7 Sieg gegen eine hartnäckige Thalkirchner Mannschaft, der aufgrund der starken Gegenwehr zu wünschen ist, dass sie den Abstieg noch abwenden kann.
Am Sonntag kam es dann zum wichtigen Spiel gegen den starken Tabellennachbarn TV Dillingen. Vor allem aufgrund der von vielen Schiedsrichter-Diskussionen und unschönen Szenen geprägten 5:9 Niederlage im Hinspiel wollte man sich unbedingt mit einem Sieg revanchieren.
Folglich starteten die Mannschaft, welche nun wieder auf „Joker“ Bernd Müller zurückgreifen konnte, hochmotiviert in die Doppel. Dort spielten die jeweiligen Spitzendoppel ihre ganze Stärke aus und siegten jeweils mit 3:0, wobei an dieser Stelle die Doppelbilanz von nun 16:0 des Spitzendoppels Vaverka/Vaverka erwähnt werden sollte. Im enorm wichtigen dritten Doppel waren mal wieder Sebastian Schart und Vladimir Jelinek  in den richtigen Momenten zur Stelle, siegten gegen das starke Doppel Wollitzer/Jörg mit 3:2 und zeigten, warum sie in der Rückrunde noch ohne Niederlage blieben.
In den ersten Einzeln blieb es weiter eng, Peter Vaverka Junior spielte fast fehlerlos und siegte mit 3:0 gegen Hirner, während Peter Vaverka Senior gegen den extrem aggressiv agierenden Foag nicht ins Spiel fand und mit 0:3 unterlag. Auch in der Mitte kam es zu einer Punkteteilung. Zunächst fand Johannes Stahr überhaupt nicht ins Spiel, verspielte dann einen 10:6 Vorsprung im zweiten Satz und stand beim Stand von 1:5 mit dem Rücken zur Wand. Doch Johannes bewies Moral, drehte den Satz und glich auf 2:2 aus. Schade, dass im fünften Satz ab 6:4 für den 17-Jährigen nichts mehr klappte und er ärgerlicherweise mit 2:3 unterlag.  Vladimir Jelinek aber machte es besser und feierte gegen Mittel einen souveränen 3:0 Erfolg, was die erneute Führung bedeutete.
Diese baute Sebastian Schart sogleich dank eines zu jeder Zeit ungefährdeten 3:0 Erfolgs gegen Keller aus, der sich nicht anders als durch Reklamieren der gegnerischen Aufschläge zu helfen wusste und im dritten Satz letztlich entnervt über seine desolate Leistung beim Stand von 10:9 für Schart abschenkte. Da Bernd Müller allerdings den vorentscheidenden dritten Satz in seinem Spiel in der Verlängerung nach hohem Vorsprung noch vergab und mit dem 1:3 gegen Jörg seine erste Landesliga Niederlage erlitt, ging es mit einem extrem engen 5:4 in die zweite Einzelrunde.
Nun aber schwappte das Momentum auf die Ingolstädter Seite. Zu Beginn zeigte Peter Vaverka Junior im Spitzenspiel des Tages gegen Foag eine in jeglicher Hinsicht  famose Vorstellung und entschied das von unglaublichen Ballwechseln gespickte Spiel mit einem sensationellen 3:0 für sich. Dabei kamen die leider nicht sehr zahlreich in der Schulturnhalle erschienenen Zuschauer voll auf ihre Kosten. Nicht viel weniger spektakulär entwickelte sich das darauffolgende Spiel zwischen Peter Vaverka Senior und dem 18-jährigen HIrner. Peter wehrte mehrere Satzbälle zum 0:2 Rückstand in unglaublicher Manier bei teils minutenlangen Ballonabwehr gegen Topspin Rallys ab und entschied die Partie glücklicherweise noch mit 3:1 für sich.
Angestachelt von der Leistung seiner Teamkollegen wollte nun auch Johannes Stahr seinen Teil zum Erfolg beitragen, was ihm durch einen beeindruckenden weil extrem deutlichen 3:0 Erfolg gegen Angstgegner Joel Mittel gelang. Kurze Zeit später brachte Vladimir Jelinek die Siegesserie in beindruckender Manier zu Ende, indem er sich in den letzten drei Sätzen gegen Wollitzer förmlich in einen Rausch spielte und mit 3:1 siegte.
Daraus folgte ein aufgrund der starken Mannschaftsleistung und des überragenden zweiten  Einzel Durchgangs mehr als verdienter 9:4 Erfolg in einem hitzigen Duell für die Unsernherrner, bei denen die Freude über den Sieg riesig war. Trotzdem mussten die Partien von Sebastian Schart (1:3) und Bernd Müller (3:2) auf Anordnung der Schiedsrichterin noch gespielt werden, da Dillingen auf ihrem Protest beharrte. Anscheinend saß  der Stachel  bei einigen Dillingern sehr tief, die leider die eigene Niederlage  zum Teil nicht mit eigener schlechter Leistung sondern mit irregulären Aufschlägen der Gegner begründeten. Schade, dass dieses hochklassige Spiel wieder mal mit Schiedsrichterdiskussionen und Protest seitens der Dillinger endet, der wenig Aussicht auf Erfolg haben dürfte.
 Durch den Erfolg rangiert man nun mit vier Punkten Vorsprung auf den Tabellenvierten Dillingen auf dem dritten Tabellenplatz und freut sich nun auf die noch anstehenden Spitzenspiele gegen Starnberg und Fürstenfeldbruck.

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